Unwetter-Sturmschäden nach Mircoburst
Überlandhilfe nach Meersburg- Baitenhausen
Stetten (hess) Am Sonntag, den 29. Juni 2008 zog ab ca. 20:15
Uhr eine heftige Unwetterzelle aus westlicher Richtung (Hegau) in
Richtung Überlinger See. Nach Auftreffen der Zelle auf das Land bei
Uhldingen-Mühlhofen breitete sich die sehr lokal begrenzte Zelle in
Richtung Baitenhausen und anschließend Richtung Ittendorf aus und
verlor danach an Intensität. Das Sommergewitter hinterlies nach
extremen Sturmboen (Microburst), Hagelschlag und extremen
Niederschlag eine Spur der Verwüstung rief viele Feuerwehren des
westlichen Kreisgebietes auf den Plan.
Kurz nach Anpfiff zum Fussball EM-Endspiel um ca. 21:00 Uhr erfolgte
dann die Alarmierung der FF Stetten zu einem umgestürzten Baum auf
die B31 welcher von den Einsatzkräften recht schnell von der Strasse
gezogen werden konnte. Nach Durchführung von Kontrollfahrten wurde
die FF Stetten im weiteren Verlauf von der Rettungsleitstelle nach
Baitenhausen gerufen (Entfernung 2km). Dort hat die Gewitterzelle
besonders viele Schäden verursacht. Zahlreiche umgestürzte Bäume
blockierten zunächst die Anfahrt nach Baitenhausen. In Baitenhausen
selber waren zahlreiche Dächer abgedeckt, Stromleitungen abgerissen
und eine Scheune eingestürzt. Die primäre Aufgabe bestand zunächst
darin, eine Zufahrtsmöglichkeit nach Baitenhausen zu schaffen. Das
LF10/6 wurde zur Unterstützung der Kameraden der FF Meersburg zur
Baitenhausener-Strasse unterhalb der Kapelle geschickt. Dort waren
im Einsatzabschnitt bereits die FF Meersburg (HLF) zusammen mit der
FF Daisendorf (LF 8) zu Gange, um die umgestürzten Bäume aus dem Weg
zu räumen. Hierzu wurde u.a. neben einem Bagger auch eine
landwirtschaftliche Zugmaschine eingesetzt um die entwurzelten Bäume
von der Strasse zu ziehen.
Das LF/8 beseitigte zunächst auf der Anfahrt nach Baitenhausen über
Ahausen ebenfalls einen umgestürzten Baum und wurde dann dem
Einsatzabschnitt Zufahrt Schiggendorf zugeteilt. Dort blockierten
ebenfalls zahlreiche umgestürzte Bäume die Zufahrt.
Aufgrund dem massiven Einsatzaufkommen wurde am
Dorfgemeinschaftshaus in Baitenhausen eine Einsatzleitung aufgebaut.
Von der lokalen Einsatzleitung aus wurden sämtliche Folgeeinsätze
mit Hilfe eines Führungstabes unter Leitung des Kreisbrandmeisters
koordiniert.
Die FF Stetten wurde im weiteren Verlauf des Einsatzgeschehens mit
LF 8 und dem LF10/6 zusammen mit der DL 33 der FF Meersburg
eingesetzt, um abgedeckte Dächer provisorisch zu sichern bzw. lose
Ziegeln zu beseitigen. Hierzu kam mehrfach der
Gerätesatzabsturzsicherung zum Einsatz.
Um 02.45 Uhr konnte sich die FF Stetten nach Abarbeitung von
zahlreichen Einsätzen mit allen Einsatzfahrzeugen und insgesamt 20
Einsatzkräften wieder zurück am Standort Stetten melden.
Ergänzende Hinweise:
Bei dem Unwetterereignis sprechen Wetterexperten vom Auftreten eines
sogenannten Microbursts. Interessante Bilder hierzu und weitere
Informationen zu diesem Wetterphänomen finden Sie
hier.
Eine
Bilderauswahl vom Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes
Bodenseekreis, Christian Gorber, zeigt die Schäden an der Natur und
den Häuser, die das Unwetter hinterlassen hat.
Im Nachfolgendem Bild ist der Verlauf
der Unwetterfront zu sehen:
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